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Die kuriosesten Tore der Bundesliga

Die kuriosesten Tore der Bundesliga
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PannenEigentlich ist Fußball ein sehr simpler Sport. Wie Sepp Herberger einst sagte:“Der ball ist rund und ein Spiel dauert 90 Minuten“. Und meistens bleibt es auch bei dem zu erwartenden: Flanke > Kopfball > Tor oder Konter > Doppelpass > Tor.

Doch hin und wieder passiert dann doch etwas unglaubliches, das im ersten Moment Unglauben und im zweiten pure Erheiterung hervorruft. So rutscht schon mal ein Ball aus 73 Metern durch oder ein Tor wird gegeben, welches ganz klar keines war.

Es sind diese Kuriosen Tore, die uns vor dem Fernseher zur Verzweiflung bringen können wenn sie auf der falschen Seite fallen und über die wir doch so gerne lachen.

Seit geraumer Zeit sind Pannen und Kuriositäten ein Schlager auf YouTube. Deswegen haben auch wir uns die Mühe gemacht, die Top 10 der verrücktesten Tore der Bundesliga zusammen zu tragen.

#1 Uwe Reinders wirft den Ball ins Netz

Die Ausgangslage: Endlich ist es Uwe Hoeneß gelungen, die Lücke, die Sepp Maier hinterlassen hat zu füllen. Der Belgier Jean-Marie Pfaff kommt mit den besten Empfehlung nach München und steht am 12. August 1982 vor seinem ersten Bundesligaspiel.

Für die Bayern geht es zu den starken Bremern. Lange Zeit passiert im Spiel nichts, doch dann das unglaubliche.

Es gibt Einwurf für Bremen. Uwe Reinders schnappt sich die Kugel und wirft sie in den Münchner Strafraum. bedrängt streift Pfaff den Ball noch mit den Fingerspitzen und lenkt ihn so ins eigene Netz. Dieses kuriose Tor zum 1:0 sollte auch den Endstand bedeuten.

#2 Das Duisburger Witztor

In der Spielzeit 2009/10 ist beim Spiel Duisburg – FSV Frankfurt alles gelaufen. es steht 4:0 für den MSV. Doch das Spielgeschehen wird nicht eingestellt. Nach einem Gegenstoß des MSV prallt der Ball von der Latt auf den Rasen und wird von einem Franfurter geklärt. Kein Proteste, keine Probleme.

Doch der Schiedsrichter zeigt plötzlich auf den Anstoßkreis, Tor! Dabei ergaben spätere Messungen, dass der Ball 1,3 Meter vor der Linie aufgekommen ist. Bekannt wurden danach die Bilder der Duisburger Spieler, die sich vor Lachen kaum halten konnten

#3 Erst Elfmeter Butt, dann Weitschuss Hanke

Neben seinen herausragenden Fähigkeiten auf der Linie war Hans Jörg Butt auch für seine Elfmeter bekannt. Doch einmal überlistete er sich selbst.

Der Keeper verwandelte im Spiel gegen Schalke den Strafstoß zum sichern 3:1 für seine Mannschaft. Ausgelassen jubelte der Tormann auf den weg in seinen Strafraum und ließ sich von seinen Teamkollegen feiern. Doch einer schaltete schnell. Mike Hanke flitzte mit dem Ball zum Mittelkreis und düpierte von dort den verwunderten Butt mit einem sehenswerten Weitschuss.

#4 Die Mutter der Eigentore: Tomislav Piplicar

Eines der lustigsten Eigentore mit großer Dramatik. 2002 benötigte Energie Cottbus einen Sieg gegen Gladbach um den Abstieg noch zu vermeiden. Bis zur 85. Minute lief alles gut für die kämpfenden Lausitzer, welche 3:2 führten.

Doch dann kam Piplicar. Eine Bogenlampe im Cottbuser Strafraum ist eigentlich eine leichte beute für den Torwart, doch diesem fällt der Ball tollpatschig auf den Kopf und landet von dort im Netz. Der bedauernswerte Schlussmann fällt daraufhin wie ein ausgenockter Boxer um.

#5 Phantomtor Thomas Helmer

Im Spiel Bayern München gegen Nürnberg gibt es Ecke für den FCB. Helmer kommt vollkommen freistehend zum abschluss, legt das Ei aber am Netz vorbei. Alle traben gelassen zum Mittelkreis, bis der Schiedsrichter einen Tumult auslöst.

Das Tor wird gegeben, obwohl der Ball eindeutig nicht im Tor war. Alle Spielerproteste nützen nichts und der Referee geht stoisch zum Anstoß.

Dies ist die Geburtsstunde des ersten Phantomtores der Bundeslige. Es sollte noch ein weiteres folgen…

#6 Drei Auf einen Streich – Pannen Hannover

Einen unrühmlichen Rekord sicherte sich Hannover. 3 Eigentore in einem Spiel, das hat noch keiner Mannschaft zuvor geschafft. Dabei übertreffen sich die Hannoveraner in Tollpatschigkeit und können spätestens nach dem 2. Ball, der vom eigenen Mann ins Tor geht die Welt nicht mehr verstehen.

Zählt man die Eigentore nicht mit, hätte Hannover das Spiel sogar gewonnen (Endergebnis 3:5).

#7 Tzavellas 73 Meter Tor

793 Minuten hatte die Eintracht nicht mehr getroffen und musste nun beim Tabellen 2. Schalke ran. Wie zu erwarten war, kamen die Hessen kaum zu ernsthaften Strafraum-Chancen. Dann muss es eben anders gehen.

Getreu dem Motto „Lang und Weit bringt Sicherheit“ spielte der frankfurter Innenverteidiger Zavellas einen langen Ball auf Teamkollegen Gekas. Der Schalker Torhüter Neuer spekuliert darauf, dass dieser an den Ball kommt. Tut er aber nicht. Die Kugel wird länger und länger und landet im Tor der Knappen.

#8 Schlitzohr Jancker

Tragischer Held beim Münchner Derby 1998 ist der Torwart der 1860er: Bernd Maier. Im glauben der letzte Mann im Strafraum zu sein legte er sich die Kugel vor die Füße um den Abschlag zu vollziehen, doch damit rechnete Schlitzohr Jancker, der sich hinter dem Tormann versteckt hatte. Dieser umkurvte den Schlussmann und schob lässig zum 2:0 ins Tor. Ein klassischer Jancker eben.

#9 Die Faust Ollis

Und wieder der FCB. Die Bayern liegen 2:3 hinten gegen Hansa Rostock. Olli Kahn stürmt zur letzten Ecke nach vorne. Der Ball kommt rein und Kahn steigt hoch, höher als alle anderen, visiert an und faustet den Ball ins Netz.

Nach kurzem Jubel die Ernüchterung, Gelb-Rot für den Titan und Niederlage für Bayern. Im Interview später meinte der Mann, der für Deutschland WM-Geschichte geschrieben hat:“ich dachte im Strafraum darf der Torwart die Hände benutzen“.

#10 Kießling auf den Spuren von Helmer

Sündenbock der Hoffenheimer Niederlage gegen leverkusen in der Saison 2013/14 war Stefan Kießling. Nach Ecke in der 69. Minute liegt der Ball zur 2:0 Führung von Leverkusen im Tor. Doch eigentlich gehört er da gar nicht hin, denn Kießling köpfte ans Außennetz. Durch ein Loch ist der Ball ins Hoffenheimer Gehäuse gefallen.

Daraufhin musste sich Kießling viel Kritik anhören, zu einem Wiederholungsspiel kam es jedoch nicht. Der Stürmer ließ sich jedoch nicht beirren und spielte eine seiner besten Saisons. Einziger Wermutstropfen: Die nicht Nominierung für die WM 2014.

Seit jenem Ereignis wird im übrigen besonders Wert darauf, dass vor jedem Spiel die Netze kontrolliert werden. Doch das nächste Phantomtor kommt bestimmt.

Was wir daraus lernen können

Es sind gerade diese Kuriositäten, die uns Freude am Fußball bereiten und diesen wundervollen Sport ausmachen. Und seien wir ehrlich, das 73-Meter Tor von Tzavellas war die verlorene wette allemal wert.

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